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Mittwoch, 14. Mai 2014

Kochpost goes vegan!

Letzte Woche wurde ich von kochpost.ch kontaktiert und bekam die Ehre, ihr neues Angebot, die vegane Kochpost vorab zu testen :)



Wer kochpost.ch nicht kennt: Man bekommt wöchentlich oder alle 2 Wochen Rezepte und die dazu benötigten Zutaten an den Wunschort geliefert. Man kann die Kochpost aber jederzeit pausieren oder stornieren. Kein mühsames Einkaufen in mehreren Läden mehr, kein Einkaufstüten schleppen und immer neue Rezeptideen. Super Sache! Man wählt auf der Webseite aus, für wieviele Personen man die Kochpost möchte, wieviele Rezepte darin enthalten sein sollen und ob es vegetarisch oder "classic" sein soll. Oder eben neu: ganz vegan! Die vegane Kochpost gibts momentan nur auf Probe. Ich persönlich freue mich immer, wenn es neue vegane Angebote gibt. Also nix wie los und austesten.

Geheimtipp: Wenn ihr mit dem Code BAEUMIGKOCHT bestellt, bekommt ihr eure erste vegane Kochpost Fr. 20.-- günstiger!

Meine veganen, gefrässigen Mitbewohner freute es natürlich auch, dass das Essen für die nächsten Abende somit schon organisiert war und niemand mehr einkaufen gehen musste. Lediglich Grundzutaten wie Öl, Salz, Pfeffer sollte man zu Hause haben. Unsere Box enthielt die 3 aktuellen Rezepte: 

"Pilze auf rotem Camargue Reis mit Petersilie und getrockneten Tomaten"  
"Ofengemüse mit Süsskartoffeln, Zucchetti und Rosmarin" und 
"Pastasalat mit Blumenkohl, geschmorten Zwiebeln und Rosinen"



Klingt alles superfein und relativ simpel zuzubereiten. Auf den Rezeptkarten sieht man anhand des Fotos, was einen Leckeres erwartet. Rezepte ohne Fotos finde ich persönlich nicht wirklich anmächelig. Ich würde mir auch nie ein Kochbuch kaufen, wo kein Bild zum Rezept dabei ist. Was auch sehr positiv auffällt, ist dass die allermeisten Zutaten in Bio-Qualität geliefert werden und auch meist aus der Schweiz stammen. Ausnahmen sind logischerweise z.B. exotische Gewürze, wie das noch nie gehörte "Ras el-Hanout". Eine Herkunftsdeklaration für alle Zutaten liegt der Kochpost bei.



Wir entschieden uns als erstes für die Pilze auf Camargue Reis. Das Rezept war völlig unkompliziert, klar beschrieben, was zu tun ist. Fazit: Sehr lecker, spannend gewürzt und easy zuzubereiten.
Am nächsten Abend hatten wir Lust auf das Ofengemüse. Dazu gibt es ein Soyananda-Sösschen. Auch hier kann man nur sagen: Yamm! Als Abendessen perfekt, da es weder stopft noch schwer im Magen liegt. Und wer Soyananda von Soyana noch nicht kannte: die Firma macht die besten Frischkäse-Alternativen, die es gibt! Gibt es z.B. im Egli oder Müller zu kaufen. 



Das letzte Rezept sparen wir uns für einen der nächsten Abende auf, da im Moment nicht alle anwesend sind. Ich bin mir aber jetzt schon sicher, dass das ein Hit wird und werde dazu auch noch einen Eintrag nachholen. Bis jetzt hat mich die vegane Kochpost jedenfalls sehr angesprochen. Mit ca. Fr. 14.-- pro Mahlzeit pro Person finde ich den Preis auch völlig ok, wenn man eben auch noch bedenkt, dass das meiste bio ist. En Guete!


Mittwoch, 19. Februar 2014

Premiere: Mandelmus selber machen!

Heute hatte ich mega Lust auf die "Best Riegel" aus "Vegan for Fit". Doch mir fehlte weisses Mandelmus. Da ich zu faul war, nochmal das Haus zu verlassen und von der WG heute auch kein Kurierdienst zu erwarten war, beschloss ich, das Nussmus selber zu mixen. Ich hab das bis anhin noch nie gemacht, immer nur davon gelesen. Die Herstellungszeiten variierten da zwischen 20 Minuten (!) und mehreren Stunden. Ich wollte mir selber ein Bild davon machen. Rezept hatte ich keines, aber im Kopf noch die ein oder anderen Hinweise. So war ich mir sicher, dass ich das Ganze ohne Zusatz von Öl machen wollte. Da ich keine ganzen Mandeln hatte, nahm ich einfach 200 g gemahlene. Ab damit in den Bianco Puro und das Programm "Nuts" (also Nüsse) starten. Da ich keinen Anhaltspunkt hatte, wie lang ich dieses Programm verwenden sollte und es schon nach 23 Uhr war (bisschen laut...), probierte ich einfach ein bisschen rum und schaute, was passiert. Nach gut 1,5 Stunden war ich mit dem Ergebnis zufrieden :)
Ich hatte allerdings die Geduld nicht, zu warten, bis das Mandelmus fertig war, um die Best Riegel zuzubereiten. Daher nahm ich für die Riegel dunkles Mandelmus...auch lecker!

Langsam wird eine pastige Masse aus den Mandeln

Aha, man sieht nun endlich, wie das Mandelöl austritt!

Jetzt kann es nicht mehr allzu lange dauern!

Noch ne Runde, dann ist Schluss...ist schon nach Mitternacht ;)

Tadaaa! Cremiges und leckeres Mandelmus ist fertig.
Nächstes Mal nehme ich die doppelte Menge.




Freitag, 31. Januar 2014

Smoothie-Mania!


Im April 2013 begann ich, vom Hype zugegebenermassen angesteckt, mit der "Vegan For Fit" Challenge. Ich lebe ja nun seit 7,5 Jahren vegan und habe seit der Umstellung knapp 5 kg zugenommen. Denn entgegen dem Irrglauben, veganer Food sei karg, langweilig und kompliziert, entdeckte ich so viel Neues, Leckeres, aber auch Gewohntes (einfach mit anderer Rezeptur), sodass an Gewichtsverlust nicht zu denken war. Mal abgesehen davon, dass abnehmen gar nicht mein Ziel war. Im besagten April fand ich dann aber doch, dass ich gerne 2 Kilo runter möchte und probierte es mit der hochgelobten 30 Tage Vegan For Fit Challenge, zu der es das gleichnamige Kochbuch gibt. Ich zog es 30 Tage durch, mehr noch, da ich ein paar Tage "gesündigt" hatte, wenn ich z.B. noch nach 19 Uhr etwas ass (ging z.T. nicht anders, wenn ich lange Arbeitstage hatte) oder nach 16 Uhr noch ein sogenanntes "Stufe 2" statt "Stufe 1" Gericht ass. Das kam aber sehr selten vor und ansonsten hielt ich mich peinlichst an die Regeln der Challenge. Die Gerichte fand ich sehr lecker und relativ einfach nachzukochen. Etwas mühsam war die ständige Einkauferei der Spezialzutaten, wie z.B. gepopptem Amaranth oder Agavendicksaft. Das Problem war eigentlich die Organisation des Einkaufs, da man jeden Tag mindestens 2 Menüs frisch kochen musste. So rannte ich nach der Arbeit relativ gestresst noch in die Migros oder den Egli am HB und hatte oftmals null Bock noch gross was zu kochen. Doch wenn der Magen knurrt...Das ernüchternde Ergebnis der Challenge: ich nahm 1,5 Kilo zu. Die Portionen waren einfach zu gross und die Kalorienbilanz trotz Zucker-Verbot und Low Carb leider nicht negativ ... tja...das Konzept mag bei Leuten aufgehen, die bis anhin schon eher zu viel gegessen haben und noch nicht vegan waren. Wie auch immer, es war trotzdem eine coole Sache, diese Challenge. Denn drei Highlights nahm ich mit: Grüne Smoothies, Nussmus und Matcha. So wollte ich mir als Belohnung für das Durchhalten der Challenge einen richtig geilen Mixer gönnen, mit dem ich täglich cremige Smoothies in 2 Minuten zubereiten kann, ohne dass das Gerät nach kurzer Zeit den Geist aufgibt. Nussmuse soll es auch hinkriegen, denn selbstgemachtes "Nutella" oder Mandelmus für Saucen ist einfach der Hammer...

Seit August 2013 bin ich stolze Besitzerin eines Bianco Puro 4 Hochleistungsmixers. Ich mixe mir damit jeden Morgen 1,5 Liter grünen Smoothie und schon nach wenigen Tagen merkte ich, dass ich mich körperlich wohler fühlte. Durch den enthaltenen Matcha blieb ich den ganzen Tag angenehm wach und klar, ohne hibbelig zu werden, wie das durch Kaffee bei mir oft der Fall war. Vor meiner Smoothie-Zeit hab ich morgens nie gefrühstückt, weil ich lieber länger schlafen wollte. Jetzt freu ich mich jeden Tag auf mein "Frühstück" und stehe auch gerne 30 Minuten früher auf dafür. Vielleicht, weil es wenig Zeit braucht und ich den Smoothie ja auch mitnehmen kann (ich trinke zu Hause nur die Hälfte). Was ich auch genial finde: Der Smoothie (zumindest meine Version) sättigt sicher bis 14 Uhr. Ich mixe ihn um 6.30 Uhr und trinke ihn bis ca. 9 Uhr leer. Ich müsste eigentlich Mittags gar nichts mehr essen, was ich aber doch tue, weil ich gar nicht mehr abnehmen möchte und weil ich es aus rein sozialen Gründen schön finde, mittags mit anderen zusammen was zu essen. Meistens belasse ich es aber bei einem Salat mit Nüssen und Tofu.

Bianco Puro 4 / Puro, Violett

Ich muss zugeben, dass ich mir hier ein Luxus-Rezept zusammengestellt habe und einige finden vielleicht, das ist alles gar nicht nötig in einem grünen Smoothie...jedem das Seine. Ich bin damit jedenfalls total happy und teile daher auch gerne das Rezept. Ich verwende soweit möglich Bio-Zutaten:

5 dl Leitungswasser
1 Apfel
1 Banane
2 grosse Stücke/Scheiben Ingwer
2 Datteln
1 Portionierlöffel Soja-Protein Vanille
1 TL Ayia Matcha for Cooking Fuku
1 TL Ormus Super Greens
1 EL Spirulina Pulver
1 EL Maca Pulver
1 Kapsel Vitamin D3 Vitashine
1 Kapsel Vitamin K2
Zink
Eine Hand voll TK-Himbeeren
(ab und zu zusätzlich eine halbe Hand voll TK-Blaubeeren)

Dienstag, 27. Dezember 2011

Schwarzwälder-Torte (tierleidfrei)


Wer sich nach dieser Torte noch fragt, was VeganerInnen denn überhaupt noch essen können, hat wohl Kirschen auf den Augen :)
➜ Rezept

*°*Merry vegan X-Mas und bis 2012!*°*


Sonntag, 6. November 2011

Vegane Gesellschaft Schweiz!

Eine 20-Kilo-Torte für Veganer
Am 1.11.2011 wurde sie gegründet, am Weltvegantag: Die Vegane Gesellschaft Schweiz. Nach 2,5 Jahren Vorarbeit präsentiert sie sich der Öffentlichkeit und hat ihre Gründung mit einer riesigen Torte gefeiert. Hauptziel der VGS ist es, die vegane Lebensweise zu fördern. Auf der Webseite vegan.ch finden sich zahlreiche Hindergrundinformationen zum Thema Veganismus, natürlich auch mit Bezug zur Schweiz, dem Land von Käse, Kühen und Schokolade. Ein Leben ohne tierliche Produkte und Erzeugnisse ist genussvoll, hat viele gesundheitliche Vorteile, ist ökologisch sinnvoll und trägt zur sozialen Gerechtigkeit bei. Es geht also um einiges mehr als "nur" tierliche Produkte vom Speiseplan zu streichen. Mir wurden diese positiven Aspekte nebst dem Vermeiden von Tierleid auch erst später bewusst. Vor 6 Jahren, waren für mich VeganerInnen eine Art Marsmenschen, die doch nur essen, was vom Baum gefallen war. Heute ist es für mich das Normalste der Welt. Und so wünsche ich mir auch, dass die VGS es schafft, dass vegan = normal wird.








Freitag, 29. Juli 2011

Rezept: Mohn-Kirschen-Cupcakes


Als kleines Mitbringsel für meine MitarbeiterInnen, wo ich mein Praktikum in Sozialer Arbeit absolviere, habe ich auf die Schnelle 12 Cupcakes gezaubert. Da ich Kirschen liebe und grad noch ein Glas Schattenmorellen zu Hause hatte, war die Mischung schnell klar. Hier das Rezept:

Zutaten:

120 ml Reismilch
40 g Mohnsamen
1 Päcklein Vanillezucker
250 g Mehl
100 g Zucker
90 g Margarine
40 ml Reismilch
1/2 Päcklein Backpulver
1/2 TL Natron
1 Glas abgetropfte Schattenmorellen
Soyatoo-Sprühsahne

Zuerst werden die Mohnsamen in der Reismilch aufgekocht, dann der Vanillezucker dazugestreut und das Ganze nun ca. für 10 Minuten "ziehen gelassen".
Die restlichen Zutaten in einer Schüssel zusammenmischen und zusammen mit der "Mohn-Milch" schön durchkneten (ich mach das immer von Hand). Nun kann der Teig in die 12 Muffin-Förmchen gefüllt werden. Wer Papierförmchen nimmt, erspart sich das Einfetten der Muffin-Form.

Nun bei 160° Umluft auf zweitunterster Ofenrille 25 Minuten backen. Wenn die Cupcakes abgekühlt sind, kann man einfach Soyatoo-Sprühsahne oben drauf sprühen (ich hatte es eilig...!). Wer es nicht pressant hat, kann die Sahne mit der geriebenen Zitronenschale einer halben Zitrone und 1/4 TL Vanille-Essenz vermischen und verfeinern. Am Ende wird die Sahne mit dem Spritzsack auf das Cupcake gegeben. Eine Schattenmorelle zur Garnitur oben drauf geben und fertig :-)

Freitag, 22. April 2011

Rezept: veganer Mango-Sahne-Traum



Zutaten:


250 g weiche Margarine
250 g Zucker
1 Prise Salz
1/4 TL Bourbon-Vanille-Essenz (z.B. von Coop, in Bioqualität)
185 g Nature-Sojajoghurt (z.B. von Provamel oder Sojade)
2 x Ei-Ersatz (ich nehme No-Egg, weil da kein Palmöl drin ist)
330 g Mehl (z.B. Halbweissmehl bio von Coop)
20 g Maisstärke
1 Päcklein Backpulver
3 EL Sojamilch
340 g frische Mango
1/2 Zitrone (Saft)
1 Packung Soyatoo Schlagsahne
Schokospähne

Den Ofen auf 180 °C vorheizen. Eine Springform (24 cm ∅) mit Margarine einfetten.
Die Margarine mit dem Mixer mixen, bis sich Spitzchen bilden. In einer zweiten Schüssel den Zucker, die Vanille-Essenz und das Salz vermischen. Das Zucker-Vanille-Salzgemisch jeweils zu einem Drittel zur Margarine hinzufügen und mit einem Handmixer sehr gut vermixen. Nun das Soja-Joghurt auch in Dritteln dazugeben und gut weitermixen, damit der Teig das Joghurt vollständig aufnimmt, bevor der nächste Teil Joghurt dazukommt. Den Ei-Ersatz hinzufügen und gut verrühren.

Dann das Mehl in einer separaten Schüssel mit dem Backpulver und dem gesiebten Maizena vermischen. Wieder jeweils ein Drittel des Mehls mit dem restlichen Teig vermischen (diesmal nicht mehr mit dem Mixer, sondern einfach mit einem Löffel oder einem Spachtel), und dabei jeweils einen EL Sojamilch dazugeben. So weitermachen, bis das ganze Mehl gut mit dem Teig verrührt ist. Der Teig sollte dann schwer reissend von einem Löffel fallen.

Nun kommen noch die in Würfel geschnibbelten Mangostücke und der Saft einer halben Zitrone zum Teig dazu. Alles gut vermischen.

45 Minuten auf der zweiten Rille bei Ober-Unterhitze backen. Da der Kuchen nun sicher 2 Stunden abkühlen muss, können wir in der Zwischenzeit die Soyatoo-Sahne in einem grossen Gefäss steif schlagen und im Kühlschrank kalt stellen. Nach 2 Stunden nehmen wir eine dünne, stabile Schnur, um den Deckel des abgekühlten Kuchens gleichmässig abzutrennen. Dafür die Schnur ca. 1 cm unterhalb des oberen Rands um den Kuchen legen und überkreuzen. Dann die gekreuzte Schnur langsam (!) zusammenziehen, bis der Deckel vom Rest des Kuchens abgetrennt ist. Den Deckel kann man nun mit einem stabilen Blatt Papier am einfachsten vom Kuchen heben und auf einen separaten Teller legen. Am besten auf dem Blatt lassen, da wir den Deckel nachher wieder auf den Kuchen drauflegen werden. Auf den deckellosen Kuchen verteilen wir nun etwa die Hälfte unserer kalten Soyatoo-Sahne. Nun den Deckel wieder vorsichtig drauflegen und die restliche Sahne gleichmässig auf dem Deckel verteilen. Jetzt fehlen nur noch die Schokospähne! Nach Belieben auf der Sahne verstreuen und fertig!

Rezept: veganer Osterfladen



Letztes Jahr gabs den Osterzopf, jetzt den Osterfladen. Er ist eigentlich die "Makro-Version" der beliebten "Oschterchüechli" und sehr simpel zuzubereiten. Legehennen und männliche Küken leiden fürs Eiergeschäft, insbesondere an Ostern, schon genug. Siehe Beitrag Kassensturz vom 19.4.11. Warum also nicht einfach mal die vegane Variante geniessen, die kein Tierleid in sich birgt...

Das leckere Rezept wurde von tif - Tier im Fokus zur Verfügung gestellt.

Die verwendete Springform hat einen Durchmesser von 24 cm.

Mürbeteig
► 200g Mehl
► 1 Prise Salz
► 125g kalte Margarine
► 2-3 EL Zucker (oder Puderzucker)
► etwas geriebene Zitronenschale

Füllung
► 4 dl Sojamilch
► 1 Prise Salz
► 4 EL Griess
► 50 g Margarine
► ½ Zitrone, Saft
► etwas geriebene Zitronenschale
► 3 EL Zucker
► 3 EL Sultaninen
► 3 EL gemahlene Mandeln
► 1 Pack Vanillezucker
► Evtl. etwas Zimt
► 1 TL Backpulver
► 3 EL Sojamehl*
► Ev. etwas Konfiture (aroma je nach Lust)
* im Reformhaus erhältlich

Und so wird's gemacht:
Ofen auf 220 Grad vorheizen.
Für den Mürbeteig: Mehl, Salz und Margarine in eine Schüssel geben; verreiben, bis die Masse gleichmässig fein ist. Zitronenschale zugeben, alles zusammenfügen und ca. 30 Minuten zugedeckt kühlstellen.
Für die Füllung: Sojamilch aufkochen und mit Salz würzen. Griess einrühren, auf kleiner Stufe ca. 10-20 Minuten kochen, ab und zu rühren. Margarine in noch warmem Griess schmelzen. Die restlichen Zutaten mischen, zugeben und gut vermischen.
Springform oder rundes Blech mit Margarine einfetten. 2/3 des Mürbeteigs auf den Boden der Form drücken; den Rest des Teigs an den Rand der Springform drücken, 3-4 cm hochziehen. Boden mit einer Gabel einstechen.
Ev. 2-3 EL Konfitüre auf dem Teigboden verteilen.
Die Füllung in die Form geben, glattstreichen. Falls der Mürbeteigrand die Füllung überragt, auf Niveau der Füllung runterdrücken.
Backen: In der unteren Hälfte des auf 220 Grad vorgeheizten Ofens 20-35 Minuten backen (je nach Ofen).
Auskühlen lassen und Puderzucker über den Fladen sieben.

Montag, 11. April 2011

Rezept: vegane Donauwelle



Beziehungsweise werde ich sie standesgemäss "Limmatwelle" nennen, da ich ja hier in Zürich lebe. Ein Genuss sondergleichen...! Aber wohl auch das kalorienreichste Dessert, das ich je zubereitet habe. Als Grundlage diente mir das Rezept aus dem aktuellen Vegi-Info-Magazin (SVV). Ich habe es aber etwas abgeändert, da der Teig dort ohne Wasser aufgeführt war und somit viel zu trocken wurde. Ebenfalls habe ich mehr Mehl genommen und die Couvertüre im Rezept auf das Doppelte erhöht (auf dem Foto ist die Limmatwelle nur mit 150 g Couvertüre). Es schmeckt auch mit 150g sehr lecker, aber so eine dickere Schokoschicht oben drauf sieht irgendwie schöner aus.

Teig:
250 g Margarine (z.B. von Provamel)
250 g Zucker
3 x Ei-Ersatz (ich nehme No Egg von Orgran. Gibts bei http://www.larada.org)
500 g Mehl
1 Packung Backpulver
2 EL Kakaopulver
290 ml Wasser

Pudding:
500 ml Sojadrink Vanille
1 Pack Puddingpulver Vanille
100 g Zucker
250 g Margarine

Glasur:
300 g Couvertüre (z.B. Fine-Food-Couvertüre vom Coop)

Zubereitung:

Ei-Ersatz, Margarine, Zucker, Mehl und Backpulver gut mischen. Die Hälfte des Teigs auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen. Die andere Hälfte des Teigs mit Kakaopulver mischen und auf den hellen Teig streichen. Die Kirschen auf dem mit Teig ausgelegten Backblech verteilen und leicht eindrücken. Bei 175 °C etwa 30 Minuten backen (Ober-Unterhitze). Puddingpulver zusammen mit dem Zucker und etwas Soja-Vanilledrink verrühren. Den restlichen Drink aufkochen und das Puddingpulvergemisch unterrühren. Pudding zubereiten und anschliessend abkühlen lassen. Margarine cremig schlagen und den Vanillepudding nach und nach unterrühren. Dabei müssen alle Zutaten die gleiche Temperatur haben. Diese Masse anschliessend auf den abgekühlten Kuchen streichen und nochmals kühl stellen. Couvertüre im Wasserbad schmelzen und anschliessend auf den Kuchen streichen. Kühl servieren.

En Guete! :-)

Sonntag, 20. März 2011

Rezept: vegane Bananen-Muffins mit Toupet




Wie die einen oder anderen bemerkt haben werden, bin ich näherisch seit einiger Zeit auf Sparflamme. Dies liegt vor allem daran, dass ich sowohl im Studium wie auch im Praktikum sehr eingebunden bin (was mir auch sehr gefällt) und daher möchte ich doch noch ein wenig Freizeit haben. Diese verbringe ich oft und gerne mit dem Ausprobieren von Rezepten, wovon ich euch heute wieder eines präsentiere:

Vegane Bananen-Muffins mit Schoko-Toupet

Für 10 Stück:

250 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1/4 TL Salz
1/2 TL Zimtpulver
1/4 TL geriebene Muskatnuss
3 grosse reife Bananen
70 g brauner Zucker
50 ml Pflanzenöl (ich hab Rapsöl genommen)
30 g Rosinen

Toupet:
1/2 Tafel schwarze Schokolade
2-3 EL Wasser
pro Muffin 1 Mandel

Den Ofen bei Ober-Unterhitze auf 190 ° C vorheizen (Umluft 170 °). 10 Muffinförmchen leicht einfetten oder wenn vorhanden Papierförmchen nehmen. Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Zimt und Muskat in einer Schüssel vermischen. Dann die Bananen schälen, mit dem Mixer pürieren oder mit einer Gabel zu Brei zerdrücken. Nun den Zucker und das Öl mit den Bananen vermischen, dann die bereits vermischten Zutaten Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Zimt und Muskat zugeben und untermischen. Nun die Rosinen beigeben und unterheben. Die Förmchen werden nun zu 2/3 mit dem Teig befüllt. Die Backzeit beträgt 20 - 25 Minuten. Danach 10 Minuten abkühlen lassen. Die Zeit kann genutzt werden, um die schwarze Schokolade mit dem Wasser in einem Pfännchen zu schmelzen. Wenn die Muffins abgekühlt sind, die Schokolade mit einem Löffel über die Muffins streichen und gleich mit einer Mandel garnieren. Bei Zimmertemperatur trocknen lassen.

Guten Appetit :)

Dienstag, 22. Februar 2011

Fake-Fischstäbchen!

Tofu-Sticks mit Spinat, Reis und Salat
Algensud

Die fertig panierten Tofusticks
Zugegeben, so ganz an den Formosa-Fake-Fischburger kommen meine selbstgemachten Visch-Stäbchen nicht ran. Ich habe aber nachträglich gemerkt, dass das nicht an den Stäbchen an sich liegt, sondern daran, dass ich keine Remoulade zubereitet habe. Die Remoulade gibt dem Ganzen nämlich den ultimativen Fake-Fisch-Kick. Die Stäbchen schmecken ohne Remoulade aber auch sehr lecker. Meinem Versuchskaninchen waren sie gar zu "fischig". Das Grundrezept habe ich hier geklaut und es noch ein wenig abgeändert. Ich habe nämlich nach dem Marinieren des Tofus den ganzen Algen-Sud inkl. Algen und Marinade zusammen im Mixer püriert und die entstandene Sauce für die Panade verwendet. D.h. den Tofu in der Sauce wenden und dann ins Paniermehl geben. Das Ziel der Übung war, dass noch mehr "Meergeschmack" entsteht, wenn die Algen in der Panade stecken. Das hat sich meines Erachtens auch gelohnt. Wie schon Dominik von vegan-und-lecker angemerkt hat, erscheint auch mir das Zubereiten der Stäbchen recht aufwändig und nicht wirklich alltagstauglich. Da ich aber gleich ca. 20 Stück zubereitet habe, hatte ich eine gute Woche Vorrat, was für die Schule sehr nützlich ist (das vegane Angebot an meiner Schule lässt sehr zu wünschen übrig).


Donnerstag, 17. Februar 2011

plantastisch reloaded


Letzten Herbst startete plantastisch mit dem ersten veganen Kochkurs in Zürich. Da das Ganze so gut lief und wir von den Gästen durchwegs positives Feedback bekamen, haben wir entschlossen, in eine neue Runde zu gehen. Am 5. März 2011 ist es also wieder soweit - plantastisch schwingt wieder die Kochlöffel. Das Menü ist gleich wie das letzte Mal, zusätzlich wird es aber mit einem saisonalen Salat an einer würzigen Cocktailsauce bereichert.

Wer sich gerne noch anmelden möchte (es sind noch wenige Plätze frei), kann das hier tun.

Wir freuen uns schon auf einen gelungenen, leckeren Abend :-)

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Rezept: vegane Laugengipfeli














Da ich Laugengipfel sehr mag, aber nirgends vegane Varianten gefunden habe (ok eine gäbe es, aber die Firma stellt diese nicht für den Endkunden her), hab ich mich nun halt selber ans Werk gemacht. Es ist eigentlich wie immer das Prinzip "KRV" (konventionelles Rezept veganisieren) und das hat bis jetzt stets gut geklappt. Man nimmt einfach ein x-beliebiges Rezept und ersetzt die unveganen Zutaten durch vegane.

Genug gelabert, hier ist also das Rezept für 8 Gipfel:

Teig:
300 g Mehl (ich hab Bio Halbweissmehl vom Coop genommen)
1 Pack bzw. 1 Würfel Hefe
15 ml Öl (ich hab Rapsöl genommen)
1 TL Salz
165 ml lauwarmes Wasser
1 fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal (ich hab Bio-Blätterteig vom Coop)

Lauge:
1 Liter Wasser aufkochen und 3 EL Natron (Natriumhydrogencarbonat), gibts z.B. bei Coop bei den Backwaren

Als erstes Mehl, Hefe, Öl, Salz und Wasser in einen Topf geben und zu einem Teig mixen. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Blätterteig ausrollen. Dann den ausgeruhten Teig auf die Grösse des Blätterteigs auswallen (muss nicht ganz genau sein). Nun legt man den Blätterteig auf den eigenen ausgewallten Teig und drückt beide etwas aneinander. Jetzt faltet man diesen "Doppelteig" zweimal in der Hälfte zusammen (wie ein Handtuch). Das Ganze jetzt wieder auswallen zu einem Rechteck, sodass man den Teig wieder zweimal falten kann wie vorher. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen. Jetzt wird der Teig zu einem runden Fladen gewallt (Durchmesser ca. 55 cm). Mit dem Pizzamesser kann man den Teig nun in gleichmässige Teile schneiden (wie bei einer Pizza halt). Nun macht man die Gipfeli, indem man den Teig von aussen bis zum Spitz hin rollt. Die fertig eingerollten Gipfeli legt man auf ein Blech mit Backpapier und lässt sie 30 Minuten gehen.

Für die Lauge nimmt man 1 Liter Wasser, kocht es auf und gibt 3 EL Natron hinein. Nun gibt man Gipfel für Gipfel (am besten mit einem Pfannenwender) in das Laugenbad und lässt ihn dort 1 Minute lang kochen. Dann mit dem Pfannenwender rausnehmen und über dem Laugenbad kurz abtropfen und dann auf ein Blech mit mehlbestäubtem Backpapier legen.

Ich habe die Gipfel bei Ober-/Unterhitze bei 210 ° für 20 Minuten gebacken.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Rezept: vegane Spitzbuben



Voilà, die leckersten Spitzbuben der Welt! Und das ganz ohne tierliche Zutaten. Ich bin wirklich kein Backtalent, aber für die Spitzbuben muss ich mich glatt selber zünftig loben... ;-)



Hier das Rezept für 14 Stück (+ 14 kleine ausgestochene Deckel):







- 250 g Margarine (ich nehme die Bio-Margarine vom Coop)
- 125 g Rohrzucker
- 1 Beutelchen Vanillezucker
- Eine Prise Salz
- 2 EL Maisstärke
- 350 g Mehl (ich hab Bio-Halbweissmehl vom Coop genommen)
- Marmelade je nach Gusto (hier:Bio Kirsch- bzw. Aprikosenmarmelade vom Coop)
- Puderzucker


Zuerst die Margarine mixen, bis sich diese ominösen "Spitzchen" bilden.
Dann kommen Rohrzucker, Vanillezucker, Salz und Maisstärke hinzu.
Alles durchmixen.
Nun das Mehl hinzusieben und nochmals alles mixen.
Einen kompakten Teig aus der Masse kneten und in Haushaltsfolie wickeln.Ab in den Kühlschrank für 1 Stunde!



Den Ofen auf 150 - 160 Grad (Umluft) vorheizen.
Der gekühlte Teig kann nun vorsichtig ausgewallt bzw. flach gedrückt werden, bis er ca. 2-3 mm dünn ist. Der Teig ist heikel und bricht schnell, wenn man nicht vorsichtig genug ist. Also viel Geduld, Zeit und Vorfreude am leckeren Ergebnis einplanen. Ich habe immer einen Sack mehl auf dem Tisch, damit nicht alles so klebt.
Nun kann man 14 Keks-Böden ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Danach kommen die 14 Keks-Deckel dran, welche auf ein zweites Blech kommen. Dafür nimmt man das grosse Förmchen und in dieses hinein das kleine Förmchen. Das kleine Stück Teig, das man aussticht, kann man prima als Mini-Keks backen (siehe Foto).
Als ich ein Blech voll hatte, hab ich es kurz in den Kühlschrank gestellt.
Nun kommen beide Bleche für ca. 20 Minuten in den Ofen (2. und 4. Rille).
Danach auskühlen lassen und die Keksböden mit Marmelade bestreichen, Deckel draufdrücken (vorsichtig!).
Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben - FINITO :-)


Merry vegan X-Mas!

Montag, 20. Dezember 2010

Heute am Schaffhauserplatz entdeckt :)

Keine Ahnung, wer die Aktion gestartet hat, aber ich finds klasse.

Als Anregung hier noch ein geniales Rezept für ein veganes "Käse"-Fondue. Mehrfach erprobt, verköstigt und für köstlich befunden...(Quelle: VGT)










Fondu-Rezept für 2 Personen:

- 1 Tasse Edelhefe-Flocken («Dr Ritter», erhältlich im Reformhaus)
- 1/2 Tasse Halbweissmehl
- 1-2 TL Knoblauchpulver, nach Belieben
- 1 gestrichener TL Salz
- 1 1/2 Tasse Wasser
- 1/2 Tasse Weisswein
- 2 TL Senf
- 75 g Pflanzenöl (Sonnenblumen)
- reichlich Muskat
- wenig Pfeffer

Alles mit dem Schwingbesen gut vermischen und auf kleinem Feuer erwärmen, bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Dann in die mit kleingeschnittenen Knoblauchzehen ausgestrichene Fondue-Pfanne geben.

Veganes Fondue gibts auch fixfertig z.B. im Müller Reformhaus oder bei Vegusto. Selbstgemacht ist aber besser...

En Guete und frohe Weihnachten (auch für die Tiere)!






Mittwoch, 15. September 2010

Berlin is jros, wa?

Impressionen in Prenzlberg

Sizilianischer Brotsalat im La Mano Verde
http://www.lamanoverde.de/

Burger und Pommes im Yellow Sunshine
http://www.yellow-sunshine.de/

Stracciatella-Mousse im Viasko
http://www.viasko.de/

Party-Bällchen im Vego
http://www.vego-foodworld.de/

Tiramisù im Vego
http://www.vego-foodworld.de/

















Nach gut einer Woche Pause bin ich nun wieder zurück aus dem schönen Berlin. Ich war zum ersten Mal da und was soll ich sagen - ich bin tatsächlich verliebt. Das was ich in 6 Tagen sehen konnte, hat mir gefallen und ich fühlte mich von ersten Moment an wohl. Nur an die Berliner Schnauze musste ich mich erst kurz gewöhnen. Schweizer sind mit Kritik äusserst zurückhaltend und wenn doch mal kritisiert wird, dann überfreundlich und allzu höflich, dass auch ja niemand verletzt wird. Wie immer bei einer Städtereise musste ich natürlich das vegane Schlemmprogramm auskosten und wurde auch diesmal nicht enttäuscht....

Samstag, 7. August 2010

Plantastisch - vegan kochen


















Lust mal ein veganes 3-Gang-Menu kochen zu lernen? Und es danach natürlich auch zu geniessen? Am 18. September ist es in Zürich das erste Mal so weit. Unter dem Namen "Plantastisch" zeigen euch 5 VeganerInnen (darunter meine Wenigkeit), dass vegan kochen unkompliziert, gesund und vor allem lecker ist. Auf unserer Webseite könnt ihr euch auch gleich anmelden. Wir freuen uns auf einen lehrreichen, lustigen und gemütlichen Kochabend mit euch! :-)

Sonntag, 1. August 2010

Pasta


Es wurde Zeit, dass wir endlich mal die Pastamaschine ausprobierten. Ein wunderbares Teil! Im Handumdrehen hat man perfekte Tagliatelle gekurbelt. Der Nudelteig brauchte ziemlich Kraft, weshalb mein Freund diesen Part übernahm. Ich durfte die Maschine reinigen und die Nudeln zum Trocknen auslegen. Dabei ist auch das kunstvoll anmutende Foto entstanden.







Hier noch das Rezept für den veganen Tagliatelle-Teig:

Zutaten:150 g Hartweizengriess
50 g Halbweissmehl
1.5 EL Olivenöl
0.5 TL Salz
70 ml Wasser
20 ml Sojamilch
50 ml Wasser und Sojamilch mit 20 g Eiersatzpulver vermischt {edit: Eiersatz kann auch weggelassen und stattdessen einfach mehr Sojamilch genommen werden}

Alles zu einem Teig kneten und dann 30 Minuten auf einem Küchentuch mit einer heiss abgewaschenen Schüssel zudecken und ruhen lassen. Danach den Teig mehrmals mit der Nudelmaschine flachwalzen (man fängt auf Stufe 1 an und arbeitet sich bis ca. Stufe 7 hoch). Die flachen Teigstücke können nun durch die Tagliatellekurbel gekurbelt werden. Die fertigen Tagliatelle dann ca. 1 Stunde auf einem Küchentuch (siehe Foto) verteilen und trocknen lassen. Danach können die fertigen Nudeln für 3-5 Minuten in gesalzenem Wasser gekocht werden. Fertig!




Donnerstag, 1. April 2010

Süsskram-Alternativen für VeganerInnen


Heute nach der Schule hab ich Mitstudentinnen von meinem veganen Oster-Zopf abgegeben. Reaktion "hmmm, der schmeckt ja wie unserer" :-)

Die Meinung, veganes Essen sei fad, einseitig oder gar ungesund, ist noch sehr weit verbreitet. Klar kann man sich auch als VeganerIn ungesund ernähren, wenn man z.B. nur noch Süsskram (siehe Bild *g*) oder Junk Food zu sich nimmt. Die Gefahr, sich als VeganerIn ungesund zu ernähren, ist jedoch bedeutend kleiner als bei der herkömmlichen, "normalen" Ernährungsweise
Das hat mehrere Gründe.
Zum einen beschäftigen sich Leute, die sich für die vegane Lebensweise interessieren, meist intensiv und auch zwangsläufig mit dem Thema "Inhaltsstoffe" in Produkten und eignen sich folglich mit der Zeit ein recht gutes, breites Wissen über Ernährung an. Zum anderen werden mit der (stark steigenden) Aufnahme von tierischen Proteinen viele Zivilisationskrankheiten in Verbindung gebracht (z.B. Diabetes, Krebs, Bluthochdruck, kardiovaskuläre Erkrankungen, Osteoporose u.a.), welche VeganerInnen ja nicht zu sich nehmen. Es gibt praktisch für jedes unvegane Lebensmittel eine adäquate Alternative, was die Inhaltsstoffe und auch den Geschmack angeht (siehe Zopf). Was den Geschmack betrifft, ist es eine reine Gewohnheitssache. Neues ist uns anfangs suspekt und man hat z.T. sogar Angst es zu probieren (es könnte ja schmecken *g*). Bevor ich Veganerin wurde, habe ich Pilze und Spinat gehasst. Jetzt liebe ich beides und könnte es jeden Tag essen.

Anfangs ist man als Laie logischerweise skeptisch, ob man auch wirklich alle Nährstoffe bekommt, die man braucht, denn von allen möglichen Seiten kommen ja praktisch nur gegenteilige Behauptungen und Empfehlungen, sei dies von Ärzten, der Werbung, dem Bundesamt für Ernährung etc. und dies von unserer Geburt an. Vieles, was uns von Kindesbeinen an als völlig "natürlich" eingetrichtert wird, ist es schlichtweg nicht. Z.B. ist es nicht natürlich, dass man die Milch einer fremden Spezies trinkt. Der Säugling wird, sofern die Mutter gesund ist, mit allen notwendigen Nährstoffen über die Muttermilch versorgt. Nach dem Abstillen ist es daher völlig unnötig und auch nicht gesund, wie immer behauptet, das Kind mit irgendeiner anderen Tier-Milch oder Milchprodukten zu ernähren. Weltweit sind übrigens über 90 % der Menschen laktoseintolerant. Nach dem Abstillen bildet der Körper das Enzym Laktase nämlich nicht mehr, welches für die Verdauung von Milchzucker (Laktose) verantwortlich ist. Wird dem Körper dann wieder irgendwann Milch zugeführt, reagiert dieser mit Krämpfen, Durchfall, Kopfschmerzen etc.

Soooo und nun gönn ich mir bissel Süsskram, garantiert ohne Bauchkrämpfe :-)

Auf dem Foto sehr ihr übrigens veganes "After Eight", "Short Cake Friesengold" von Gross, Schoggihäsli vom Coop (schwarze Schoggi) und Aprikosen-Mandel-Riegel vom Coop (bio).